Liebe Eltern und Kinder,
die gemeinsame bildschirmfreie Zeit ist wichtig und wesentlich. Die Webseite zeigt, Medien-Empfehlungen der Kinder- und Jugendärzt*innen, wichtige Anlaufstellen und gibt viele Ideen für gemeinsame Erlebnisse. Sie haben Fragen?
Herzliche Grüße
Euer Sei dabei! Team
Medien-Empfehlungen der Kinder- und Jugendärzt*innen
- Höchstens 30 Minuten pro Tag Bildschirmzeit
- Bildschirmfreie Tage dazwischen
- Nicht alleine am Bildschirm
Signalaufkleber zur U7a
Medienleitlinie für Eltern
Elternversion „Die wichtigsten Empfehlungen für den Umgang mit Smartphone, Computer, Spielkonsole und TV in der Familie“
Anlaufstellen
Infotelefon des Bundesinstituts für öffentliche Gesundheit (BIÖG)
Tel.: (0221) – 892031
poststelle@bioeg.de
www.bioeg.de
Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke)
Tel.: (0911) 9 77 14 – 0
bke@bke.de
www.bke.de/bke/beratungsstellensuche
Ideen für gemeinsame Erlebnisse
Hier finden Sie eine Übersicht über Anlaufstellen, Unterstützungsangebote und Aktivitätsangebote für Kinder und deren Familien:
- Online-Beratungsangebote
- Kreative Ideen für Erlebnisse in der Natur
- Weitere Tipps & Möglichkeiten für gemeinsame Zeit Zuhause
Naturmandala legen
Ein Naturmandala ist ein rundes Bild, das aus Materialien gestaltet wird, die man draußen in der Natur findet. Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind nach draußen
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– zum Beispiel in einen nahegelegenen Wald, in einen Park oder auf einen Spielplatz – und sammeln Sie zusammen Blätter, Blüten, Steine, Zapfen oder Muscheln vom Boden.
Anschließend legen Sie in der Mitte einen Startstein oder ein Startblatt.Von dort aus werden die gesammelten Naturmaterialien in Kreisen oder Mustern von innen nach außen angeordnet. So entsteht Schritt für Schritt ein individuelles Mandala.
Das Naturmandala können Sie direkt draußen legen oder die gesammelten Schätze mit nach Hause nehmen und dort gestalten. Nehmen Sie dafür am besten einen kleinen Beutel oder eine Kiste mit, in der Ihr Kind die Fundstücke sicher sammeln und transportieren kann.
Geräusche Safari
Hier haben wir eine Spiel-Idee für Sie und Ihr Kind im Freien. Seien Sie
gemeinsam 20–30 Sekunden ganz leise und lauschen Sie aufmerksam
den Geräuschen der Natur. Was können Sie hören?
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AnschVersuchen Sie anschließend, die wahrgenommenen Geräusche
nachzumachen, zum Beispiel Vogelstimmen, das Rauschen des
Windes, das Plätschern der Wellen, knirschenden Sand oder
raschelnde Blätter. Je nach dem, wo Sie gerade sind.
Sie können außerdem gemeinsam überlegen: Woher kommt das
Geräusch? Ist es vielleicht ein bestimmter Vogel oder ein anderes Tier?
Hören Sie eine Biene, eine Krähe oder sogar einen Hund in der Ferne?
So fördern Sie spielerisch die Aufmerksamkeit, das genaue Hinhören
und das Erkennen von Tieren und Naturphänomenen und haben dabei
viel Freude miteinander.
Naturbingo
Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind nach draußen in die Natur.
Nennen Sie abwechselnd Dinge, die Sie entdecken könnten, zum
Beispiel „Vogel“, „Pfütze“, „Stein“, „Moos“ oder „Muschel“.
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Sobald Ihr Kind eines dieser Dinge findet, ruft es „Bingo!“ und zeigt es Ihnen.
Anschließend sind Sie an der Reihe. So entsteht ein spielerischer
Suchspaß, der die Aufmerksamkeit und Beobachtungsgabe fördert.
Sie können das Spiel zusätzlich erweitern, indem Sie aus einem leeren Eierkarton eine kleine Sammelbox basteln. Jede Mulde steht dabei für einen bestimmten Naturgegenstand, zum Beispiel Moos, ein getrocknetes Blatt, eine Blüte, einen Zapfen oder kleine Nadelzweige. Ihr Kind kann versuchen, alle Fächer zu füllen. Auf diese Weise wird der Eierkarton nach und nach mit kleinen Naturschätzen gefüllt und ganz
nebenbei werden Neugier, Feinmotorik und Naturverbundenheit gestärkt.
Schatzsuche
Gehen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind auf Spurensuche in der Natur.
Entdecken Sie spielerisch Tierspuren und andere Zeichen, die draußen zu finden sind.
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Achten Sie zum Beispiel auf Fußabdrücke im Matsch
oder Sand, angenagte Zapfen, Federn, kleine Erdlöcher, Schneckenhäuser oder Fraßspuren an Blättern. Überlegen Sie zusammen: Welches Tier könnte hier unterwegs gewesen sein? War es vielleicht ein Vogel, eine Katze, ein Hund oder sogar ein Reh? Auch andere Spuren wie Reifenabdrücke, abgefallene Rinde oder
vom Wind geformte Muster im Sand können spannende Hinweise sein.
Sie können sich außerdem gemeinsam kleine Geschichten dazu ausdenken: Wohin war das Tier unterwegs? Hat es Futter gesucht oder
sich versteckt? Ist es allein gewesen oder mit anderen Tieren zusammen? So wird aus jeder Spur ein kleines Abenteuer in Ihrer Fantasie.
Auf diese Weise wird der Spaziergang zu einer lebendigen Entdeckertour, die Beobachtungsgabe, Kreativität und Freude an der Natur fördert.
Tierhotel bauen
Sammeln Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Stöcke, Rinde, Zapfen, Blätter und Gras und bauen Sie daraus ein kleines Natur-„Haus“. Zwei stabilere Stöcke können als Wände dienen, weitere werden angelehnt oder darübergelegt.
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Oben bilden große Blätter oder Rindenstücke ein Dach, und im Inneren sorgt weiches Moos oder trockenes Gras für ein gemütliches „Bett“. Vielleicht findet sich sogar ein kleiner Zapfen als Tisch oder ein Stein als Stuhl. Im Park, im Wald oder im eigenen Garten lässt sich so im Handumdrehen eine kleine Waldhütte gestalten. Am Strand entsteht stattdessen ein „Muschelhaus“ oder eine „Krabbenburg“ aus Muscheln, Algen, Treibholz und Sand.
Wolkenkino
Legen Sie sich gemeinsam auf eine Wiese, in den Sand oder in den Garten und schauen Sie entspannt in den Himmel. Beobachten Sie die Wolken und lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf: Was können Sie darin erkennen?
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Vielleicht entdecken Sie ein Tier, ein Gesicht, ein Schiff oder eine ganze Landschaft.
Erzählen Sie sich gegenseitig, was Sie sehen, und spinnen Sie die Ideen weiter: Wohin fliegt das Wolkenschiff? Was erlebt das Wolkentier? So entstehen im Handumdrehen kleine Fantasiegeschichten.
Diese ruhige, kreative Auszeit fördert die Vorstellungskraft, die Sprache
und das bewusste Wahrnehmen.
Abenteuer Zuhause
Verwandeln Sie gemeinsam mit Ihrem Kind das Wohnzimmer in eine kleine Abenteuerlandschaft. Nutzen Sie Sofakissen, Decken, Stühle und Kartons, um eine gemütliche Burg oder eine spannende Kletterlandschaft zu bauen.
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Decken können über Stühle gespannt werden und bilden das Dach, Kissen dienen als Mauern oder weiche „Klettersteine“. Ein kleiner Parcours aus Kissen, über die geklettert oder balanciert wird, sorgt für zusätzliche Bewegung. Achten Sie dabei auf Sicherheit: Die Möbel sollten stabil stehen, und harte Kanten können mit Decken abgepolstert werden.
So schaffen Sie ein spannendes Spielerlebnis für zu Hause.
Zusammen backen
Backen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind bunte Muffins oder einfache Ausstechplätzchen. Schon das Abwiegen, Umrühren und Teigkneten macht Kindern viel Freude und fördert ganz nebenbei Feinmotorik und Selbstständigkeit.
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Lassen Sie Ihr Kind Zutaten mit auswählen oder beim Verzieren kreativ werden: Mit Streuseln, Schokotropfen, Nüssen oder buntem Zuckerguss entstehen kleine Kunstwerke. Aus Plätzchenteig können mit Förmchen Sterne, Herzen oder Tiere ausgestochen werden.
Ruhige Idee für Zuhause
Gestalten Sie gemeinsam mit Ihrem Kind eine kleine „Natur- oder Fantasie-Ecke“. Nehmen Sie eine Decke, Kissen oder einen Teppich, stellen ein paar Bilderbücher, kleine Figuren oder Naturmaterialien (Steine, Muscheln, Blätter) bereit und richten eine gemütliche Kuschelecke ein.
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Sie können gemeinsam eine „Geschichtenzeit“ daraus machen: Lesen Sie leise ein Buch vor, erzählen selbst erfundene Geschichten oder lassen Ihr Kind kleine Geschichten zu den Figuren oder Naturmaterialien erfinden. Auch das stille Beobachten von Naturmaterialien oder das Ausmalen und Zeichnen von Fantasiewelten wirkt beruhigend.
So entsteht ein ruhiger Rückzugsort, der Fantasie, Kreativität und Konzentration fördert – ideal für entspannte Momente zu Hause.
Gemeinsam Musik machen
Verwandeln Sie alltägliche Gegenstände in kleine Musikinstrumente! Töpfe, Pfannen, Holzlöffel, Gläser mit Wasser oder kleine Dosen eignen sich hervorragend zum Trommeln, Klopfen und Rasseln.
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Auch selbst gebastelte Rasseln aus leeren Flaschen mit Reis, Linsen oder kleinen Bohnen machen viel Spaß. Gemeinsam können Sie einfache Rhythmen ausprobieren, Lieder nachspielen oder sogar eigene kleine „Musikstücke“ erfinden. Ihr Kind kann unterschiedliche Klänge vergleichen und so spielerisch Rhythmusgefühl, Kreativität und Hörwahrnehmung trainieren.
Kräutersamen pflanzen
Pflanzen Sie gemeinsam mit Ihrem Kind Kräutersamen ein. Wählen Sie einfache Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Schnittlauch oder Kresse – sie wachsen schnell und sind pflegeleicht.
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Füllen Sie kleine Töpfe oder Eierkartons mit Erde, säen Sie die Samen aus und gießen Sie vorsichtig. Ihr Kind kann die Erde täglich gießen und beobachten, wie aus kleinen Samen kleine grüne Pflänzchen werden.
So lernen Kinder spielerisch, wie Pflanzen wachsen, entwickeln ein Gefühl für Verantwortung und Natur und am Ende können die frischen Kräuter sogar in der Küche zum Kochen verwendet werden.
Eltern-Kind-Treffs in Ihrer Region
Häufig gestellte Fragen
Welche zeitlichen Empfehlungen gibt es?
0 bis 3 Jahre: Wenn möglich sollten keine Bildschirmmedien genutzt werden
3 bis 6 Jahre: Höchstens 30 Minuten Bildschirmzeiten, an einzelnen Tagen
und in Begleitung eines Erwachsenen
6 bis 9 Jahre: Höchstens 30-45 Minuten Bildschirmzeiten, an einzelnen Tagen
und in Begleitung eines Erwachsenen
9-12 Jahre: Höchstens 30-45 Minuten freizeitliche Bildschirmnutzung
12-16 Jahre: Höchstens 2 Stunden freizeitliche Bildschirmnutzung
16-18 Jahre: Orientierungswert: Höchstens 2 Stunden freizeitliche
Bildschirmnutzung
Was mache ich, wenn mein Kind nicht auf mich hört, wenn ich sage, dass es den Fernseher ausmachen soll?
Viele Kinder vergessen am Bildschirm die Zeit. Eine Sanduhr oder Stoppuhr
hilft Ihrem Kind zu begreifen, wie schnell die Zeit vergeht. Oder Sie stellen
eine Zeit-Begrenzungssoftware ein. Dann schaltet sich das Gerät von alleine
aus.
Ab wann kann mein Kind ein eigenes Gerät besitzen?
Eine eigene Spielkonsole sollte es nicht vor neun Jahren geben. Kinder mit
eigenen Geräten verbringen im Schnitt doppelt so viel Zeit mit
Computerspielen wie Kinder ohne eigene Spielkonsole.
Ein eigenes Smartphone sollte es nicht vor 12 Jahren geben. In diesem Alter
muss die Internetnutzung beaufsichtigt werden. Beachten Sie die
Altersempfehlungen und prüfen Sie zusätzlich die Eignung der Inhalte für Ihr
eigenes Kind.
Kontakt
Projektleitung: Dr. med. Silke Schwarz und Prof. Dr. med. David Martin
Das Team von "Bildschirmfrei. Sei dabei!"
auf dieser Seite finden Sie Informationen und Materialien rund um unsere Studie „Bildschirmfrei – Sei dabei!“. Ziel ist es, Sie in Ihrem Berufsalltag dabei zu unterstützen, eine dysregulierte Bildschirmmediennutzung frühzeitig zu erkennen und Ihnen zugleich unsere Intervention als strukturiertes Vorgehen bereitzustellen.







