Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebes Praxisteam,

auf dieser Seite finden Sie Informationen und Materialien rund um unsere Studie „Bildschirmfrei – Sei dabei!“. Ziel ist es, Sie in Ihrem Berufsalltag dabei zu unterstützen, eine dysregulierte Bildschirmmediennutzung frühzeitig zu erkennen und Ihnen zugleich unsere Intervention als strukturiertes Vorgehen bereitzustellen.

  • Deutschlandweite, cluster-randomisiert kontrollierte Interventionsstudie
  • Zielgruppe: Kinder zur U7a und U8
  • Elternfragebogen via PraxisApp vor U7a und vor U8 
  • Intervention in der Praxis:
    • Eltern bekommen bei der U7a den „Sei dabei!“-Signalaufkleber in das U-Heft eingeklebt
    • Eltern deren Kinder in dem U7a-Fragebogen eine Bildschirmzeit von ≥ 60 Minuten pro Tag haben, erhalten zusätzlich ein Mediencoaching

Gefördert durch:

Aufkleber:

Für Großansicht anklicken

Online CME-Training

Die CME-zertifizierte Fortbildung „Bildschirmfrei – Sei dabei!“ gibt Ihnen wichtige Informationen über die Interventionsstudie und Anleitungen zur Umsetzung eines Intensiv-Mediencoachings mit Eltern von bereits auffälligen Kindern. Dazu erhalten Sie einen Überblick über die Risiken von früher Bildschirmmediennutzung und die Empfehlungen der AWMF-S2k Leitlinie „Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend“ (Medienleitlinie). Die Inhalte des Moduls werden Ihnen per Video vermittelt.

Kurz-Clips:

Best-Practice Beispiele zur Intervention

Motivationsclip zum Studienstart

In diesem kurzen Clip stellen wir Ihnen die Beweggründe und Ziele unseres Projekts „Sei dabei!“ vor und laden Sie ein, sich gemeinsam mit uns für einen bewussten Umgang mit Bildschirmzeit im Kindesalter einzusetzen.

Tipps zur Interventionsdurchführung

In diesem kurzen Clip wird Ihnen anhand eines Gesprächs zwischen einer Ärztin und Eltern gezeigt, wie die Intervention für Kinder mit unauffälligen Bildschirmzeiten durchgeführt wird.

Tipps zum Sei dabei! Mediencoaching

In diesem kurzen Clip wird Ihnen anhand eines Gesprächs zwischen einer Ärztin und Eltern gezeigt, wie die Intervention für Kinder mit auffälligen Bildschirmzeiten durchgeführt wird.

Tipps zum Erkennen einer auffälligen Bildschirmzeit

In diesem kurzen Clip wird Ihnen erklärt, welche Eltern-Kind-Paare das Mediencoaching erhalten können und wie eine auffällige Bildschirmzeit der Kinder zu erkennen ist.

Interventionsschema

In diesem kurzen Clip zeigen wir Ihnen auf, welche kurzen Schritte in Ihrer Praxis zur Implementierung der Neuen Versorgungsform “Sei dabei!“ beitragen.

Tipps zur Informationsweitergabe an die Eltern​

In diesem kurzen Clip wird Ihnen erklärt, welche weiterführenden Materialien und Informationen „Sei dabei!“ beinhaltet (Poster, Signalaufkleber, Hilfsnetzwerk, Bilderbuch, AWMF-Leitlinie, Eltern-Webinare).

Materialvorstellung

Alternative Spielideen und Spielzeuge für eine gemeinsame bildschirmfreie Zeit von Eltern und Kind.

Fragen und Antworten

Bitte markieren Sie in der PraxisApp-Verwaltung im Bereich der Studie, entweder über das Häkchen oder über eine kurze Notiz in der Akte, bei welchen Kindern Sie zur U7a ein Mediencoaching durchgeführt haben. Diese Kinder stellen unsere Hauptzielgruppe dar. Für die Auswertung des Effekts der Intervention auf die Bildschirmzeit und die Entwicklung der Kinder benötigen wir unbedingt sowohl den U7a als auch den U8 Fragebogen dieser Kinder. Wir möchten Sie daher herzlich bitten, die Eltern dieser Kinder bei der U8 aktiv darauf anzusprechen, den Fragebogen in der PraxisApp auszufüllen.

Die Nachbestellung von Studienmaterialien ist möglich. Wir bitten um Ihr Verständnis, dass die Anzahl der Bilderbücher im Studiendesign auf Basis einer Fallzahlkalkulation festgelegt wurde. Aus Studiensicht ist es daher wichtig, dass in jeder Praxis zunächst 3 Bilderbüchern vorhanden sind. Diese werden nur bei einem Intensiv-Mediencoaching an die Familien ausgegeben. Sobald Sie die drei Mediencoachings durchgeführt und alle Bilderbücher an die Familien ausgegeben haben, senden wir Ihnen selbstverständlich sehr gerne weitere Exemplare zu. Geben Sie uns in diesem Fall einfach kurz über das Kontaktformular Bescheid.

In Ihrer PraxisApp-Verwaltung sehen Sie, welche Kinder ein Mediencoaching bekommen (Bildschirmzeit ≥ 60 Minuten/Tag). Im Rahmen des Mediencoachings geben Sie den Eltern das Bilderbuch (Eltern-Kind-Information) mit AWMF-Medienleitlinien-Empfehlungen mit nach Hause.

Die Abrechnung erfolgt für Patient*innen, unabhängig in welcher GKV sie sind, über die Eingabe der entsprechenden GOP in den Helmsauer Care Manager.

Wenn Sie die Studienmaterialien erhalten haben sowie den Zugangscode zur CME-Fortbildung in Ihrer PraxisApp-Verwaltung angezeigt bekommen, sind Sie in der Interventionsgruppe.

Ja, Sie brauchen die PraxisApp, um an der Studie „Sei dabei!“ teilzunehmen. Die Rekrutierung, Evaluation und Abrechnungen laufen nur über die PraxisApp.

Ja, „Bildschirmfrei bis 3“ läuft weiter. Es handelt sich um zwei unabhängige Studien. Wir freuen uns sehr, wenn Sie an beiden Studien teilnehmen!

Kinder aller gesetzlichen Krankenversicherungen können an „Sei dabei!“ teilnehmen. Teilnehmende erhalten den Fragebogen in der PraxisApp und die Intervention in Ihrer Praxis. Von den Kindern im STARKE KIDS by BKK Selektivvertrag werden zusätzlich die Routinedaten mit ICD-10-Diagnosen ausgewertet.

Die Eltern erhalten die Fragebögen in der PraxisApp. Sie als Praxis können die ausgefüllten Fragebögen in Ihrer PraxisApp-Verwaltung im Bereich der Studie „Sei dabei!“ einsehen.

Zur U7a führen Sie bei allen Kindern mit unauffälliger Bildschirmzeit die Intervention mit dem Signalaufkleber durch. Diese Leistung können Sie für alle Kinder über den Helmsauer Care Manager abrechnen und erhalten 17,50 € je durchgeführte Leistung. Für alle Kinder mit auffälligen Bildschirmzeiten findet zusätzlich ein Mediencoaching statt. Auch dieses rechnen Sie für alle Kinder über den Helmsauer Care Manager ab und erhalten 48 €. Für den Fragebogen zur U8 erhalten Sie 20 €. Diese Abrechnung erfolgt automatisch über die PraxisApp.

Die Fortbildung ist keine Pflicht. Sie erhalten dort jedoch wertvolle Informationen zu den wissenschaftlichen Studien und Empfehlungen zum Mediengebrauch in der Kindheit, sowie eine Anleitung zur Durchführung von „Sei dabei!“. Für den erfolgreichen Abschluss der „Sei dabei!“-Fortbildung erhalten Sie 2 CME-Punkte. Schauen Sie sich auch unsere Kurz-Clips auf dieser Webseite an!

Die Studie in der PraxisApp startete am 01. März. Dass heißt, dass ab dann die ersten Kinder zur Studie in der PraxisApp eingeladen wurden und den Fragebogen erhalten haben. Der Fragebogen ist sichtbar, wenn das Kind 31,5 Lebensmonate alt ist. Kinder, die bei Ihnen in der Praxis zur U7a erscheinen und bereits vor dem 01. März 31,5 Lebensmonate alt wurden, können nicht mehr in die Studie eingeschlossen werden. Sie sehen in der PraxisApp-Verwaltung, welche Kinder zur Studie eingeladen wurden und beim wem bereits eine ausgefüllte Einwilligungserklärung und ein abgeschlossener Fragebogen vorliegt. Die Intervention bei diesen Kindern können Sie über „Sei dabei!“ mittels Helmsauer Care Manager abrechnen. Interventionen bei Kindern, die nicht in die Studie eingeschlossen wurden, können Sie nicht über „Sei dabei!“ abrechnen.

AWMF-Leitlinie & Elternleitlinie

Haupt-Empfehlungen von „Sei dabei!“ aus der AWMF-Leitlinie

Falls Eltern ihr Kind im Alter von 3 bis 6 Jahren an die Nutzung von Bildschirmmedien heranführen möchten:

  • Höchstens 30 Minuten pro Tag Bildschirmzeit
  • Bildschirmfreie Tage dazwischen
  • Nicht alleine am Bildschirm

Altersspezifische Empfehlungen der AWMF-Leitlinie

0–3 Jahre:
Bildschirmfrei!
3–6 Jahre: Höchstens 30 Minuten an einzelnen Tagen und mit einem Erwachsenen!
6–9 Jahre: Höchstens 30–45 Minuten an einzelnen Tagen und mit einem Erwachsenen!
9-12 Jahre: Höchstens 45–60 Minuten freizeitliche Bildschirmnutzung!
12–16 Jahre: Höchstens 2 Stunden freizeitliche Bildschirmnutzung!
16–18 Jahre: Orientierungswert: Weiterhin höchstens 2 Stunden freizeitliche Nutzung!

Quelle und weitere Infos: medienleitlinie.de

Weitere Empfehlungen aus der AWMF-Leitlinie

Weiterlesen

Eltern sollen informiert und unterstützt werden, …

  • … auf qualitativ hochwertige Inhalte zu achten, diese zu besprechen und gemeinsam mit ihren Kindern zu nutzen. Die Inhalte sollen im Vorfeld auf die Eignung für das eigene Kind hin geprüft werden.
  • … sich an Altersempfehlungen von Medien zu orientieren und diese nicht zu unterschreiten. Hierbei ist das Entwicklungsalter zu berücksichtigen und im Zweifelsfall ein höheres Einstiegsalter zu wählen.
  • … die Bildschirmzeit verschieden alter Kinder in derselben Familie entsprechend unterschiedlich zu gestalten.
  • … sich für die digitalen Aktivitäten ihrer Kinder zu interessieren und diese kritisch zu begleiten.
  • … dass ihre Kinder keine Bildschirmmedien in der letzten Stunde vor dem Schlafengehen nutzen.
  • … dass ihre Kinder einen adäquaten, von aktiver wie passiver Mediennutzung ungestörten Schlaf (je nach Alter des Kindes) bekommen.
  • … die Zeiten morgens vor Schule und Kindergarten möglichst ohne Bildschirmmedien zu gestalten.
  • … Bildschirmmedien bei Nichtbenutzung wegzuräumen, ggf. an einem unzugänglichen und nicht sichtbaren Ort aufzubewahren („Aus den Augen – aus dem Sinn!“).
  • … möglichst auf Fernbedienungen und Sprachsteuerungen zu verzichten und diese ihren Kindern unzugänglich zu machen.
  • … medienfreie Zeiträume zu schaffen, in denen die Familie gemeinsame Aktivitäten unternimmt.
  • … mit anderen Bezugspersonen der Kinder neben den Eltern, die bestehenden Regeln bezüglich der Nutzung von Bildschirmmedien abzustimmen und zu besprechen, damit diese konsistent eingehalten werden können.
  • … regelmäßig ihr eigenes Nutzungsverhalten zu reflektieren und ggf. anzupassen.
  • … im Falle einer übermäßigeren Internetnutzung einen anerkannten medienbezogenen Selbsttest durchzuführen und sich ggf. professionelle Hilfe zu suchen.
  • … sich ihrer eigenen Vorbildfunktion für die aktive und passive Bildschirmnutzung bewusst zu sein.
  • … in Gegenwart von jüngeren Familienmitgliedern auf die Nutzung Bildschirmmedien zu verzichten.
Hintergrund zur Leitlinie

Im Juli 2023 wurde die erste AWMF-Leitlinie zur „Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend“ als gemeinsame Empfehlung von zehn deutschen Fachverbänden aus Medizin und Psychologie sowie dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ehemals Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) publiziert. Die Universität Witten/Herdecke übernahm die Koordination der Leitlinienerstellung.

In der Leitlinie werden sowohl allgemeine als auch altersspezifische Empfehlungen zum Bildschirmmediengebrauch gegeben. Darüber hinaus gibt es Empfehlungen für Pädagoginnen und Pädagogen, Eltern und Geschwister und es sind Vorgehensweisen für den Fall der übermäßigen Bildschirmmediennutzung enthalten.

In der Leitlinie werden die Hauptrisiken der Mediennutzung in der Kindheit analysiert: Übergewicht, Schlafstörungen, Augenerkrankungen, Entwicklungsstörungen in Motorik und Sprache, Bindungsstörungen, Verhaltensstörungen, Internetsucht, Mobbing und sexuelle Belästigung, Glücksspiel, Strahlung. Außerdem werden Risiken von Bildschirmmedien in der Schwangerschaft beleuchtet und auf den Nutzen von Bildschirmmedien für Kinder mit besonderen Bedürfnissen eingegangen.

Im Folgenden finden Sie die AWMF S2k-Leitlinie zur Prävention dysregulierten Bildschirmmediengebrauchs in Kindheit und Jugend:

Hier finden Sie die Leitlinie speziell für Eltern aufbereitete Version der wissenschaftlichen Empfehlungen zum Download:

Hilfsnetzwerk

Hier finden Sie eine Übersicht über Anlaufstellen, Unterstützungsangebote und Aktivitätsangebote für Kinder und deren Familien:

  • Beratungsstellen
  • Online-Beratungsangebote
  • Gruppenangebote für Eltern
  • Aktivitätsangebote

PDF für Ihr Bundesland herunterladen

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetur adipiscing elit. Ut elit tellus, luctus nec ullamcorper mattis, pulvinar dapibus leo.

Materialien

Hilfsnetzwerk

Hier finden Sie eine Übersicht über Anlaufstellen, Unterstützungsangebote und Aktivitätsangebote für Kinder und deren Familien:

  • Online-Beratungsangebote
  • Kreative Ideen für Erlebnisse in der Natur
  • Weitere Tipps & Möglichkeiten für gemeinsame Zeit Zuhause

Hintergrund & Methodik

Ein hoher Medienkonsum und damit verbunden eine lange Bildschirmzeit, wirken sich negativ auf die Entwicklung von Kindern aus. Wissenschaftliche Studien zeigen statistisch signifikante Zusammenhänge zwischen einer frühkindlichen hohen Bildschirmzeit und einem erhöhten Risiko für Entwicklungsverzögerungen der Sprache, Motorik und der kognitiven sowie sozial-emotionalen Entwicklung [1,2]. Auch kann der Bildschirmmedienkonsum mit Übergewicht [3] und Diabetes mellitus [4,5], insbesondere durch eine geringe Aktivität und ungesunde Ernährungsweise vor dem Bildschirm, in Zusammenhang gebracht werden. Die Nutzung von Bildschirmgeräten kann die Ursache für Schlafstörungen [1] sein. Es gibt zudem Hinweise darauf, dass Bildschirmnutzung das Risiko für Myopie [6] erhöht. Zudem wurde die Bildschirmnutzung kleiner Kinder mit einer veränderten kortikalen EEG-Aktivität [13] und veränderten Gehirnstruktur in Bereichen der kognitiven Leistung in Zusammenhang gebracht [8,9]. Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte klären zwar im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen (U-Untersuchungen) über einen gesunden Umgang mit Medien auf, ein strukturiertes Vorgehen, zusätzliche Zeit oder eine Honorierung gibt es aber bisher nicht. Hier setzen wir an!

Die Studie „Bildschirmfrei – Sei dabei!“ (kurz „Sei dabei!“) soll Eltern durch Informationsvermittlung stärken, die Bildschirmmedienzeit ihrer Kinder altersgerecht zu beschränken. In der Interventionsgruppe wird bei der U7a-Vorsorge ein Signalaufkleber mit den drei wichtigsten Empfehlungen zur kindlichen Bildschirmmediennutzung in das gelbe Vorsorgeheft (U-Heft) als Verstärkung des ärztlichen Gespräches eingeklebt. Zusätzlich beraten Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte Eltern, deren Kinder eine auffällige Bildschirmzeit (60 Minuten pro Tag und mehr) aufweisen, in einem etwa 15-minütigen Intensiv-Mediencoaching.

Die Kontrollgruppe erhält die Regelversorgung.

Teilnehmende Praxen werden 1:1 clusterrandomisiert in die Interventions- bzw. Kontrollgruppe aufgeteilt. In bis zu 1.400 Kinder- und Jugendarztpraxen deutschlandweit nehmen Eltern an der longitudinalen Elternbefragung in der PraxisApp „Meine pädiatrische Praxis“ teil.  Dazu erhalten sie prä-interventionell einen Fragebogen vor der U7a mit Fragen zur Bildschirmnutzung, Entwicklungsparametern, Aktivitäten in der Familie und Soziodemografie. Drei, sechs und neun Monate später erhalten die Eltern post-interventionell eine Frage zur Bildschirmzeit ihres Kindes. Vor der U8 erhalten sie zuletzt noch einmal den vollständigen Fragebogen wie zur U7a.

Primärer Outcome: Bildschirmzeit (BiZ) von Kindern, die vor der U7a eine auffällige BiZ aufwiesen, im Vergleich zur BiZ bei der U8-Befragung.

Sekundäre Outcomes: Intraindividueller Unterschied der BiZ aller Kinder; Prä-post-Vergleich der BiZ der Kinder der Interventionsgruppe; Prä-Post-Vergleich der BiZ der Kinder der Kontrollgruppe; Anzahl der Kinder mit dysregulierter BiZ, BiZ der Eltern im Beisein der Kinder; Entwicklungsparameter der Kinder; problematische Internetnutzung der Eltern; Aktivitätsverhalten der Familien in der Freizeit; soziodemografische Daten; Zusammenhang zwischen Erreichbarkeit/Verfügbarkeit von Gärten, Spielplätzen, öffentlichen Parks und Naturflächen und dysregulierter BiZ; Sekundärdaten, BiZ assoziierte Morbidität (ICD-10), Inanspruchnahme Leistungen, angefallene Kosten

Alle primären und sekundären Endpunkte werden auch im Gruppenvergleich evaluiert.

Die Effektanalyse soll herausfinden, ob der Signalaufkleber und ein Intensiv-Mediencoaching die Bildschirmmedienzeit im Vergleich zur Kontrollgruppe reduzieren und die Parameter der kindlichen Entwicklung verbessern. Im Erfolgsfall kann eine hohe Wirksamkeit der Intervention auf die Regulierung der Bildschirmzeiten der Kinder erzielt und resultierend weniger Bildschirmmedien-assoziierte ICD-10-Diagnosen verzeichnet werden. Zudem erfolgen eine Prozessevaluation nach dem RE-AIM-Schema sowie eine gesundheitsökonomische Auswertung der BKK-Routinedaten beider Gruppen zu Leistungsinanspruchnahme und Diagnosen, um Implementierung und Kostenwirkung der Intervention zu untersuchen.

Literaturliste

Hutton, J. S., Dudley, J., DeWitt, T., & Horowitz-Kraus, T. (2022). Associations between digital media use and brain surface structural measures in preschool-aged children. Scientific Reports, 12(1), 19095. https://doi.org/10.1038/s41598-022-20922-0

Hutton, J. S., Dudley, J., Horowitz-Kraus, T., DeWitt, T., & Holland, S. K. (2020). Associations Between Screen-Based Media Use and Brain White Matter Integrity in Preschool-Aged Children. JAMA Pediatrics, 174(1), e193869. https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2019.3869

Law, E. C., Han, M. X., Lai, Z., Lim, S., Ong, Z. Y., Ng, V., Gabard-Durnam, L. J., Wilkinson, C. L., Levin, A. R., Rifkin-Graboi, A., Daniel, L. M., Gluckman, P. D., Chong, Y. S., Meaney, M. J., & Nelson, C. A. (2023). Associations Between Infant Screen Use, Electroencephalography Markers, and Cognitive Outcomes. JAMA Pediatrics, 177(3), 311–318. https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2022.5674

Madigan, S., Browne, D., Racine, N., Mori, C., & Tough, S. (2019). Association Between Screen Time and Children’s Performance on a Developmental Screening Test. JAMA Pediatrics, 173(3), 244–250. https://doi.org/10.1001/jamapediatrics.2018.5056

Qu G, Hu W, Meng J, Wang X, Su W, Liu H, Ma S, Sun C, Huang C, Lowe S, Sun Y. Association between screen time and developmental and behavioral problems among children in the United States: evidence from 2018 to 2020 NSCH. J Psychiatr Res. 2023 May;161:140-149. doi: 10.1016/j.jpsychires.2023.03.014. Epub 2023 Mar 8. PMID: 36924568.

Zhang, Y., Tian, S., Zou, D., Zhang, H., & Pan, C.-W. (2022). Screen time and health issues in Chinese school-aged children and adolescents: A systematic review and meta-analysis. BMC Public Health, 22(1), 810. https://doi.org/10.1186/s12889-022-13155-3

Kontakt

Projektleitung: PD Dr. med. Silke Schwarz und Prof. Dr. med. David Martin

Projektpartner

Das Team von "Bildschirmfrei. Sei dabei!"

auf dieser Seite finden Sie Informationen und Materialien rund um unsere Studie „Bildschirmfrei – Sei dabei!“. Ziel ist es, Sie in Ihrem Berufsalltag dabei zu unterstützen, eine dysregulierte Bildschirmmediennutzung frühzeitig zu erkennen und Ihnen zugleich unsere Intervention als strukturiertes Vorgehen bereitzustellen.